Terminkalender Karate Kai

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Stilrichtung des Karate Kai Grenchen

Logo Stilrichtung Shotokan im Karatekai-Grenchen

Im Karate Kai Grenchen praktizieren wir den Karate-Stil Shotokan. Er ist weltweit der mit Abstand am meisten verbreitete Karate-Stil. Der Begründer dieser Stilrichtung ist Gichin Funakoshi (1868 – 1957). Er wird auch als Vater des modernen Karate Do bezeichnet. „Shoto“ war Funakoshis Künstlername und bedeutet „das rauschen der Kiefernwipfel“. Aus diesem Namen "Shoto" und dem Namen für Haus "Kan", wurde Funakoshis erstes Dojo (Trainingshalle) in Tokyo nach seinem Künstlernamen „Shotokan“ genannt. Diese Bezeichnung wurde später für seinen Karate-Stil übernommen.
Merkmale dieses Stils sind ein kräftiger, meist tiefer Stand, der eine hohe Stabilität verleiht. Aus diesen Ständen werden dann meist die ebenso kräftigen Techniken, wie Faustschläge oder verschiedene Fußtritte ausgeführt. Ein weiteres Merkmal des Shotokan-Stils ist, dass jede Hand- und Fausttechnik mit einer Drehung um die Längsachse von Arm und Hand durchgeführt wird. Jede Shotokan-Technik kann entweder als eine Angriffstechnik oder als eine Verteidigungstechnik eingesetzt werden. Der Stil Shotokan baut auch auf dem reinen, ursprünglichen Karate auf. Daher ist er auch die Kunst, sich waffenlos und effektiv zu verteidigen.

Man unterscheidet bei Karate drei Trainingsformen:

Kihon:

Kihon heisst Grundlage oder Quelle, Ursprung (des Könnens) und wird häufig auch als Grundschule des Karate bezeichnet. Es umfasst die grundlegenden Techniken, die das Fundament des Karate bilden. Die einzelnen Techniken werden immer wiederholt, entweder langsam oder schnell, kraftvoll oder locker. Der Bewegungsablauf der einzelnen Technik wird in alle Bestandteile zerlegt und es wird versucht die Ideallinie der Bewegung zu finden, wobei es immer etwas zu optimieren gibt. Der Bewegungsablauf muss optimal verinnerlicht werden – reflexartig abrufbar, da für Denken, Planen und Handeln in einem realen Kampf zu wenig Zeit ist. Einatmung, Ausatmung, maximale Anspannung des ganzen Körpers im Zielpunkt.

Kata:

Kata bedeutet Form oder Schablone. Die Kata ist eine in Ablauf und Reihenfolge festgelegte Folge von Abwehr- und Angriffstechniken. Alle Katas beginnen mit einer Abwehrtechnik und enden genau an der Stelle, an der sie begonnen wurden. Die Grundidee der Kata ist ein Schattenkampf gegen einen oder mehrere Angreifer, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Die Kata stellt an den Karateka hohe Anforderungen: an die Konzentration, die Körperbeherrschung, die Sauberkeit der Techniken und Stände, aber auch an die Kraft, die Atmung und das richtige Timing. Früher bildeten die Katas die Hauptform des Karate-Trainings. Sie bildeten die Grundlage, nach der sich die heutigen Karatetechniken entwickelten. Aber auch heute stellt die Kata quasi die Grammatik des Karate dar.

Kumite:

Kumite bedeutet übersetzt Kampf oder Kampfübung. Das Kumite stellt innerhalb des Trainings eine Form dar, das es dem Trainierenden nach ausreichender Übung ermöglicht, sich in ernsten Situationen angemessen verteidigen zu können. Voraussetzung ist das richtige Verstehen und Einüben elementarer Grundtechniken aus dem Kihon und der Kata. Im Kumite werden Abwehr-, Angriffs,- und Kontertechniken mit dem Partner geübt. Ziel dieser Übungen ist es, den Karateka an den freien Kampf heranzuführen. Dem Karateka wird dabei ein hohes Maß an Präzision und Kontrolle über die eigenen Karatetechniken abverlangt. Die Verantwortung gegenüber dem Partner beim Üben und gegenüber dem Gegner im Kampf muss daher jedem jederzeit bewusst sein. Respekt vor dem Übungspartner und dem Gegner stehen an oberster Stelle.